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Leseproben
 

Vorwort

Lieber Leser,

zu meinem Lehrbuch für Schafkopf-Anfänger möchte ich Sie sehr herzlich begrüßen!

Mehr als 500 Jahre lang ist dieses Kartenspiel, das „als Kulturgut und Teil der bayerischen Lebensart“1 gilt, mündlich von einer Generation zur nächsten übertragen worden. Diese mündliche Überlieferung, die vor allen Dingen in den Wirtshäusern Bayerns stattgefunden hat, scheint offensichtlich im Zeitalter des Computers abgeschnitten worden zu sein.

Denn von vielen, gerade jungen Leuten höre ich immer wieder das gleiche Lied: Watten und Wallachern kann ich schon und würde auch gerne Schafkopfen lernen, es gibt aber niemanden, der es mir beibringt. Dadurch, dass es auch nicht leicht ist, einfach mal bei den sog. Profis mitzuspielen bzw. diese gar nicht gewillt sind, Anfänger einfach mitspielen zu lassen, ist der Einstieg für Neulinge in die Welt des Schafkopfens mit erheblichen Hürden verbunden oder fast unmöglich geworden.

Vor diesem Hintergrund habe ich mich entschlossen, etwas gegen diesen Trend zu unternehmen. Angefangen habe ich damit, ein Anfänger-Seminar abzuhalten. Zu diesem Zweck habe ich sehr viele Bilder gescannt und selbst zusammengestellt sowie viele Textmaterialien recherchiert und viele Passagen auch selbst geschrieben. All dieses Material habe ich nun in dieses Buch gesteckt, um es der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. 

Im gesamten Text spreche ich von „dem Spieler“ in männlicher Form. Dies ist in der deutschen Rechtschreibung nun mal so. Selbstverständlich ist auch „die Spielerin“ sehr herzlich eingeladen, das Schafkopf-Spiel zu erlernen. Die Feministinnen unter Ihnen bitte ich daher um Verständnis, wenn ich aus Gründen der Vereinfachung „der Spieler/die Spielerin“ mit der männlichen Form abkürze.

Des Weiteren verwende als Geschlecht für die Karte „As“ statt der hochdeutschen sächlichen Form („das As“) die weibliche Form („die As“), wie es in der überwiegend bayerischen Sprache der Schafkopf-Spieler üblich ist.

Für Ihr Interesse bedanke ich mich sehr herzlich und wünsche Ihnen viel Spaß beim Lernen!

Ihr

Erich Rohrmayer